Wolfsberger Zweitliga-Tennisteam stürmt zum Sieg gegen Wiesbaden

pz-news 21.07.2019 | Autor: Ralf Kohler

Pforzheim. Eine Woche nach dem starken Auftritt beim 3:6 auswärts gegen den TV Reutlingen, hat sich der Tennisclub Wolfsberg zwei Punkte gesichert. Auf heimischer Anlage geriet das Pforzheimer Zweitliga-Team gegen den Wiesbadener THC letztlich nicht in Gefahr und fuhr ein 7:2 ein.

In familiärer Atmosphäre in der Pforzheimer Nordstadt unterstrich der Umstand, dass der Neuzugang namens Jurij Rodionov mit alpenländischem Akzent Deutsch und Englisch ein wenig vermischte, dass Tennis ein globales Geschäft ist. „Die Kulisse ist ready“, sagte Rodionov, als er vor seinem Einzel den Kollegen zusah. Die Aussage war wohl etwa so zu verstehen, dass er sich auf seinen Einsatz in neuer Umgebung freute. „Es sind viele Zuschauer da“, stellte er vor seinem Wolfsberg-Debüt zufrieden fest. Der 20-Jährige trägt zwar einen osteuropäischen Namen, ist aber in Nürnberg geboren und österreichischer Staatsbürger. Gegner Johan Tatlot, ein 23-jähriger von der Karibikinsel Martinique, war für Rodionov kein unbeschriebenes Blatt, und so hatte er für die Partie gegen den Franzosen, der ebenfalls ATP-Turniere spielt, auch einen Matchplan. Den Franzosen, der eher ein Hart- als ein Sandplatzspezialist sei, wollte er mit variablem Spiel beeindrucken. Der Pforzheimer Neuzugang siegte am Ende mit 2:6, 7:6, (7:2), 10:6.

Auf dem selben Platz hatte zuvor Roberto Cid Subervi sein Heimspieldebüt gegeben – und in einem Match mit ähnlichem Verlauf kein Glück gehabt. Der Davis-Cup-Spieler der Dominikanischen Republik unterlag Linkshänder Marc Sieber2:6, 6:4, 8:10. Ein leichter Fehler brachte die Entscheidung. Danach schien es, als sei Cid Subervi wütend über sich selbst, doch als er den Platz verließ sagte der 25-Jährige nur knapp: „Ich bin einfach enttäuscht.“Gegen seinen extrovertierteren und spektakuläer spielenden Gegner galt es für den Mann aus der Karibik geduldig zu sein. Vielleicht hat letztlich in der Hinsicht ein Tick gefehlt. Ein sehr langer, schlichtweg atemberaubender Ballwechsel im Match-Tiebreak ging allerdings an Cid Subervi. Doch nach dem 5:4 ging es bergab.

Sein Heim-Debüt gab wie Cid Subervi Johann Willems. Er trug mit einem 7:6 (7:3), 6:3gegen Marco Kirschner dazu bei, dass der TCW nach den Einzeln führte. Im Doppel schlugen er und Andre Begemann dann Kirschner/Calin Paar. Wolfsberg-Debütant Rodionov kam an der Seite von Rameez Junaid zu einem zweiten Punkt.